Die Frau, die ich wurde

Es gab eine Zeit, in der ich buchstäblich nichts mehr hatte, das mich trug.

Ich bekam eine Krebsdiagnose – ein Einschnitt, der meinem Körper auf einmal etwas abverlangte, das ich vorher für selbstverständlich gehalten hatte. Fast gleichzeitig zerbrach das, was ich für den sichersten Grund meines Lebens gehalten hatte: meine Ehe. Ich erfuhr, dass vieles, was ich für Wahrheit gehalten hatte, es nicht gewesen war – dass der Mensch, dem ich am meisten vertraute, ein Leben führte, von dem ich nichts wusste.

Keine Gesundheit mehr, auf die ich mich verlassen konnte. Keine Familie mehr, so wie ich sie kannte. Kein Boden mehr, der irgendetwas trug. Ich bin in ein Loch gefallen, so tief, dass ich lange nicht wusste, ob da unten überhaupt noch etwas war.

Am schwersten war nicht einmal, was mit mir geschah. Am schwersten war, zuzusehen, wie für meinen Sohn eine ganze Welt zusammenbrach – und selbst kaum genug Boden unter den Füßen zu haben, um ihn aufzufangen.

Ich bin heute krebsfrei. Ich sage bewusst nicht, dass eine Methode, ein Konzept oder eine bestimmte Haltung dafür der Grund war – das wäre nicht ehrlich, und ich möchte niemandem ein Versprechen machen, das ich nicht halten kann. Was ich sagen kann: Ich habe mich selbst aus diesem Loch herausgeholt. Stück für Stück, ohne eine Anleitung, die mir den Weg vorgab.

Und genau dort, in diesem Loch, habe ich zum ersten Mal etwas gespürt, das sich erst viel später in Worte fassen ließ: Du kannst nichts heilen, was du nicht fühlst.

Der Weg, auf dem ich fast alles versucht habe

Diese Erkenntnis war noch kein fertiger Satz. Sie war ein Gefühl, dem ich erst über Jahre nachgegangen bin – auch schon, bevor diese Krise kam, und erst recht danach.

Ich habe fast alles ausprobiert, was es gibt. Ich habe geklopft, affirmiert, meine Glaubenssätze umgeschrieben, meine Perspektive verändert. Und manches davon hat tatsächlich etwas bewegt – bestimmte Themen lösten sich auf, wurden leichter, verschwanden sogar.

Aber unter all dem lag etwas, das sich nicht bewegte. Eine Wunde, die so alt war, dass sie sich nicht mehr wie eine Wunde anfühlte, sondern wie ich selbst. Ich nenne sie heute meine Urwunde. Egal wie oft ich sie wegzuklopfen versuchte, wie oft ich mir eine neue Einstellung dazu erarbeitete – sie blieb unberührt. Nicht, weil ich nicht hart genug gearbeitet hätte. Sondern weil der Ansatz selbst nicht stimmte.

Die Erkenntnis, die alles verändert hat

Ich wollte etwas heilen. Etwas auflösen, wegmachen, hinter mir lassen. Und genau das war der Punkt, an dem ich mich selbst am meisten verfehlt habe.

Denn alles, was ich bin – jede Reaktion, jedes Muster, jede Art, wie ich mich schütze – ist nicht ein Fehler, der korrigiert werden muss. Es ist das Produkt meiner prägendsten Erfahrungen. Es ist, auf seine Weise, folgerichtig entstanden. Man kann so etwas nicht auflösen. Man kann es nur verstehen, annehmen und wirklich in sich integrieren.

Das war der Moment, an dem sich etwas verschoben hat – nicht in meinem Denken, sondern in mir selbst.

Warum ich heute so arbeite, wie ich arbeite

Ich begleite dich nicht nur aus meinem Wissen heraus. Ich begleite dich aus dem Weg, den ich selbst gegangen bin – inklusive des Lochs, aus dem ich mich selbst herausgeholt habe, aller Methoden, die nicht gereicht haben, und der Erkenntnis, die am Ende wirklich etwas verändert hat.

Deshalb arbeite ich traumasensibel, mit deinem Nervensystem, nicht gegen deine Muster. Nicht, um etwas an dir zu reparieren. Sondern, um dir zu helfen, das zu integrieren, was dich zu dem gemacht hat, wer du heute bist – damit du nicht länger gegen dich selbst ankämpfen musst, um endlich bei dir anzukommen.

Was ich dir aus eigener Erfahrung mitgeben kann, würde ohne ein Fundament nicht tragen. Deshalb stecken in meiner Arbeit 15 Jahre Ausbildung: Somatic Experiencing, Somatisch-Emotionale Integration, Hypnose, Embodiment, traumasensibles Beziehungscoaching. Das ist das Grundgerüst – das, was meine Arbeit fachlich hält, sauber einordnet und absichert, wenn es um dein Nervensystem geht.

Aber ein Gerüst allein ist noch kein Zuhause. Die Seele dessen, was ich tue, ist das, was ich selbst durchlebt habe – jeder Irrweg, jede Methode, die nicht gereicht hat, und die Erkenntnis, die am Ende wirklich etwas verändert hat. Mein Wissen zeigt mir, wohin der Weg führen kann. Meine eigene Erfahrung zeigt mir, wie es sich anfühlt, ihn tatsächlich zu gehen.

Genau diese Verbindung – fachlich fundiert und selbst erfahren – ist das, was ich dir in unserer Arbeit mitgebe.

Der erste Schritt

Wenn sich etwas in dir gerade angesprochen fühlt – lass uns sprechen.

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